In der Nacht ist wieder mächtig viel Regen gefallen und unsere Blicke richteten sich am Morgen sorgenvoll in den Himmel. Die dunklen Wolken verhießen nichts Gutes, aber das Glück blieb uns weiterhin hold, denn die Sonne begleitete uns während des Besuchs der Trulli-Stadt Alberobello. Vorher haben wir uns aber erstmal die Tropfsteinhöhle in Castellana angesehen. Es handelt sich dabei um die größte Karsthöhle Italiens. Zuerst ging es 260 Stufen hinab unter die Erde, ehe wir in einer riesigen Höhle ankamen. Spektakuläre Formationen von Stalaktiten und Stalagmiten sind im Laufe von Millionen Jahren gewachsen. Insgesamt sind wir 500 Meter in die Grotte hineingegangen und haben die vielen Kalkformationen bestaunt.

Im Anschluss fuhren wir dann weiter zu den Trulli nach Alberobello. Die kleinen runden Trulli sind zum Teil sogar noch bewohnt oder werden als Hotel vermietet. Die weiß getünchten Trulli von Alberobello mit den charakteristischen kegelförmigen Dächern sind teilweise miteinander verbunden, so dass ganze Trulli-Straßenzüge entstanden sind. Die sind mittlerweile auch UNESCO Weltkulturerbe. Bei einem Spaziergang durch die Gässchen erreichten wir die Kirche San Antonio, welche ebenfalls die Form eines Trullo besitzt. Die weißgetünchten Trulli leuchteten in der Sonne, so das die Gässchen und Plätze in gleißendes Licht getaucht wurden. In einem Trullo nahmen wir an einer Weinverkostung teil und probierten einheimische Köstlichkeiten wie Käse mit einer Chili- oder Brot mit Olivenmarmelade. Anschließend hatten wir etwas Zeit zur freien Verfügung und nutzten diese für ein Mittagessen oder einem Café-Besuch. Glücklicherweise spielte das Wetter mit. Am frühen Nachmittag fuhren wir nach Cesternino und besichtigten eine Ölmühle. Und natürlich konnten wir die vielen Sorten Öl auch gleich mit einem Stückchen Weißbrot probieren. Den Abschluss bildete ein kleiner Spaziergang durch die „weiße Stadt“ Ostuni.